Viel Lob für den erfolgreichen Kurs des Unternehmens
Zur zukünftigen Portfolio-Struktur befragt, betonte Wenning, „dass die drei Teilkonzerne HealthCare, CropScience und MaterialScience einen festen Platz im Konzern haben“.
 Bild vergrößern
|
| Ausstellung über Bayer Schering Pharma: Ludwig Hahn verteilt Informationsmaterial an Christina Kersten, Jan Schell, Juliane Pütz und Brigitte Nassauer (v. l.). |
In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass sich Bayer MaterialScience in einem zyklischen Umfeld bewege. Auch drückten steigende Rohstoffpreise und der Aus- und Neubau von Produktionskapazitäten temporär auf die Marge. Entscheidender sei allerdings das große Wachstumspotenzial der Produkte des Teilkonzerns. „Und da haben wir den Höhepunkt noch nicht erreicht“, sagte Wenning. Das gelte sowohl für Polycarbonate als auch für den Polyurethan-Grundstoff MDI. „Deshalb sind wir zuversichtlich, dass Bayer MaterialScience auch in schwierigen Zeiten seine Kapitalkosten verdienen wird“, so Wenning.
 Bild vergrößern
|
| Bayer-Kreuz und die Unternehmensfarben dominierten das helle und transparente Ambiente der Eingangshalle der Kölner Messe. |
Auf die Entwicklung des Pflanzenschutz- Geschäfts von Bayer CropScience angesprochen, zeigte sich der Bayer-Chef ebenfalls optimistisch. Für 2007 sei mit einer Verbesserung des weltweiten Pflanzenschutzmarktes zu rechnen. Der Hauptgrund für diese Einschätzung liege in den deutlich gestiegenen Preisen für pflanzliche Rohstoffe wie Mais, Raps, Sojabohnen und Getreide aufgrund witterungsbedingt schlechter Erträge im Vorjahr und der starken Nachfrage nach Rohstoffen für die Produktion von Biokraftstoffen. Diese dürfte in der Folge die Landwirte zu höheren Aufwendungen für Dünge- und Pflanzenschutzmittel veranlassen. Zudem arbeite Bayer CropScience an der Optimierung der Kostenstrukturen und baue das Engagement in Forschung und Entwicklung im dynamisch wachsenden Saatgut-Bereich aus. Wenning: „Wir arbeiten intensiv an neuen Lösungsansätzen, um Pflanzen widerstandsfähiger gegen Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze, Kälte oder auch Bodenversalzung zu machen, die bei größeren Klimaveränderungen zum Tragen kommen.“
 Bild vergrößern
|
| Medizin der Zukunft: Christina Sehnert (l.) erläutert den Besuchern Wilhelm Winter und Konstanze Loose die Wirkung von Herz-Kreislauf-Medikamenten. |
Ein Aktionär fragte nach dem Stellenwert von Forschung und Entwicklung für die Unternehmensstrategie von Bayer. „Nur durch Innovationen kann der nachhaltige Erfolg unseres Unternehmens gesichert werden“, erklärte Wenning. Das Forschungsbudget werde in diesem Jahr – nach der Integration von Schering – auf rund 2,8 Milliarden Euro wachsen. Das sei das größte Budget in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland. „Daraus erwachsen für Bayer an jedem Werktag drei neue Patentanmeldungen. Allein mit jungen Produkten und neuen Anwendungen haben wir im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als vier Milliarden Euro erzielt“, erläuterte Wenning. Der Bayer-Chef ging auch auf das allgemeine Innovationsklima in Deutschland ein: „Wir müssen die Chancen neuer Technologien für die Zukunft unseres Landes erkennen. Das wird leider oft dadurch überlagert, dass wir bei jeder neuen Technologie zunächst die Risiken und weniger die Chancen betrachten.“